Teil 2 Sevilla - Algarve

Sevilla und Algarve

Dienstag 10. Februar  Sevilla

Bereits bei unserem Rückflug nach Basel konnten wir die beeindruckenden Wassermassen des Guadalquivir beobachten. Weitere anhaltende Regenfälle und Stürme hinterlassen in Spanien und Portugal hohe Sachschäden und Verwüstungen, auch Todesopfer sind zu beklagen. Gestern bei unserem Rückflug beruhigte sich das Wetter langsam und wir hoffen, dass Land und Leute nun das Gröbste überstanden haben.

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Heute Dienstagnachmittag zeigen sich entgegen den Prognosen sogar Sonnenstrahlen, so starten wir zu einer kleinen Velotour Richtung Sevilla. Der Torre del Oro zeigt sich noch nicht ganz golden, aber bei angenehmen Temperaturen erkunden wir anschliessend noch das autentische Arbeiterviertel Triana.

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Mittwoch 11. Februar  Sevilla Kathedrale

Der Tag beginnt grau und trüb, es nieselt aus dem Nebel. So genehmigen wir uns Mittagsnickerchen und radeln erst am Nachmittag ins Stadtzentrum. Übrigens perfekte Radwege, da benutzen wir gerne unsere Stahlesel anstelle ÖV. Wir besuchen die Kathedrale, die grösste gotische Kirche Spaniens. Sie wurde 1401 – 1519 erbaut und gehört zum UNESCO Weltkulturerbe.

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Wir besteigen noch das Minarett der alten maurischen Moschee, heute Turm der Kathedrale, Giralda genannt. Aussergewöhnlich ist die Tatsache, dass bis zur Galerie auf ca. 70m Höhe keine Treppenstufen zu überwinden sind, sondern alles zu Pferde bestiegen werden kann! Die Aussicht oben auf der Plattform ist perfekt und bietet eine herrliche Rundumsicht auf die Stadt.

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Donnerstag 12. Februar  Sevilla Setas und Kathedralen

Bei sonnigem Wetter mit vorbeiziehenden Wolkenbändern starten wir unsere nächste Besichtigung von Sevilla. Als erstes bewundern wir die Setas (Pilze), die grösste Holzkonstruktion der Welt, getragen auf 2 Betonsäulen. Eröffnet 2011 anstelle einer alten Markthalle auf der zentralen Plaza de la Encarnación. Wir fahren oder laufen durch die teils schmalen Gässchen der grösstenteils verkehrsfreien Innenstadt. Die Gebäude sind gut erhalten im traditionellen Baustiel mit kleinen Balkonen.

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Die Marienverehrung ist in Sevilla tief verwurzelt und prägt das kulturelle sowie religiöse Leben, insbesondere durch die Semana Santa (Karwoche) und Feste wie die der Virgen de los Reyes. Zentrale Elemente sind die prunkvollen Prozessionen wie zB die Verehrung der Esperanza Macarena. Diese kleine Kathedrale sowie die prächtige katholische Kirche El Divino Salvador besichtigen wir als nächstes.

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Samstag 14. Februar  Sevilla Plaza de España

Nach einem stürmischen Freitag zeigt sich heute der Himmel strahlend blau. Eigentlich wollten wir Alcázar besuchen, die Tickets waren aber ausverkauft, vermutlich viele Besucher anlässlich des Sevilla Marathons von morgen Sonntag. Als erstes besichtigen wir den Amerikanischen Platz mit dem Museum of Popular Arts im Hintergrund.

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Anschliessend besuchen wir den spanischen Platz mit dem imposanten Rundbau zusammen mit vielen Spaniern und Touristen. Später bummeln wir noch durch die Altstadt. Viele Einheimische geniessen in der warmen Frühlingssonne in den zig Restaurants mit Aussenplätzen das gemütliche Beisammensein bei Speis und Trank. Morgen ziehen wir weiter Richtung Portugal.

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Sonntag 15. Februar  Sevilla – São Brás de Alportel

Wir erreichen nach gemütlicher Fahrt auf der Autobahn unseren ersten Stellplatz in Portugal in São Brás de Alportel. Der Platz liegt wunderschön in einem von Korkeichen umgebenen Waldstück. Die Besitzerin ist sehr freundlich und hilft uns beim elektronischen Check in. Hunde sind max. 2 erlaubt und kosten extra!

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Montag 16. Februar  Loulé

Ausflug mit Roller nach Loulé, mitten ins Carnevalgetümmel hinein. Kleines Städtchen mit schöner Markthalle und Altstadtteil. Die Fasnacht wird hier südamerikanisch gefeiert, es wird gesungen und getanzt mit mehr oder weniger Tenü!

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Dienstag 17. Februar  Estoi

Die Sonne versteckt sich noch mehrheitlich hinter einer Wolkendecke, erst am Nachmittag wagen sich ein paar Sonnenstrahlen bis zu uns durch. Da wir eh mehrheitlich die Curlingspiele der Olympiade schauen kümmert uns das nicht so stark. So starten wir mit unserem Benzinesel nach Estoi, Kaffee und Schlossbesichtigung ist angesagt. Meine Navigation zum Caféhaus versagt komplett, es dauert 30 Minuten bis wir die 300m Wegstrecke zurückgelegt haben! (PS; Bewegung hat noch nie geschadet) Das Schloss ist auch nicht mehr gratis zu besichtigen wie im Reiseführer beschrieben, immerhin den Garten können wir durch Gitterstäbe einsehen. Beim Anschliessenden Einkauf im Intermarché gleich 2 Premieren, erstens finden wir Sirup im Regal nach zig Versuchen und zweitens finden wir Papiernastüchlein, die Ferien sind gerettet!

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Samstag 21. Februar  Ausflug Olhão und Faro

In Olhão herrscht reges M arkttreiben in und um die Markthalle. In der einen Halle werden all die fangfrischen Fische verkauft, in der anderen Halle vor allem Gemüse. Märkte haben wir schon genug gesehen, so ziehen wir weiter nach Faro. Welch Gegensatz, hier flanieren wir gemütlich durch die Altstadt, wenig Leute sind unterwegs. Kleine Stärkung auf dem Rundgang bevor wir wieder zurückfahren auf den Stellplatz.

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Sonntag 22. Februar  Alportel – Armacão de Pêra

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Zur Abwechslung heisst es wieder mal packen, wir ziehen weiter westwärts zum Elodie&Romy’s Algarve Camping Car Park. So bleibt kaum Zeit um den Curling-Final des Schweizer Teams Tirinzoni zu schauen. Gratulation zur Silbermedaille, unglückliche 5:6 Niederlage gegen Schweden, wir sind stolz auf Euch!

Mit dem Roller starten wir unsere Entdeckertour der Algarve-Küste. Als erstes besichtigen wir den Abschnitt der Ponta do Castelo. Wir entdecken sogar ein paar Wagemutige die sich ins Meer stürzen, nichts für uns.

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Montag 23. Februar  Algarveküste

Unsere erste Station ist die berühmte Felsenkirche Ermida de Nossa Senhora da Rocha. Auf der schmalen Felsspitze präsentiert sich majastätisch die Kirche. Wir wandern entlang der Küste westwärts und treffen weitere spektakuläre Felsgebilde an. Etwa das «gelbe U-Boot» oder Löcher im Felsen, durch die man direkt ins Meer hinunterschauen kann. Zwischen den Felsen gibt es immer wieder schöne Strände, die mehr oder weniger gut erreichbar sind.

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Den nächsten Rollerstopp legen wir an der Praia da Marinha ein. Nicht zum Baden, nein wir wandern über Stock und Stein der Küste Richtung Benagil zu. Da die berühmte Höhle nur mit Boot erreichbar ist, kehren wir nach etwa 2km um. Die beiden Felsentore, Arcos Naturais an der Küste sind sehr eindrücklich.

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Mittwoch 25. Februar  Ausflug Albufeira

Gestern Dienstag waren wir mit Sonia und Bruno in Armacão de Pêra Mittagessen. Es hat sehr fein geschmeckt und war sehr gemütlich mit Ihnen zusammen. Heute starten wir nach Albufeira, die Touristenhochburg der Algarve vor allem für die Briten. Hier wird man vornehm mit der Rolltreppe zum Stand herunter befördert. Restaurants und Barbetriebe wechseln sich in bunter Reihenfolge ab, die meisten sind noch wegen mangelnder Gäste oder «Reichtum» geschlossen! Achtung, hier werden für öffentliche Nacktheit oder Urinieren bis hin zum Zurücklassen von Einkaufswagen Bussen verteilt, und das mit rigorosen Kontrollen in den Ausgehvierteln.

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Donnerstag 26. Februar  Ausflug nach Silves und Ferragudo

Bei herrlichem Frühlingswetter starten wir ins Landesinnere von Portugal nach Silves. Die Entstehung der Siedlung datiert etwa vor gut 3000 Jahren und wie in vielen Orten wechselten die Herrscher wie unsereins die Unterwäsche! Phönizier, Karthager, Römer, Goten, Berber, Araber und heute die Portugiesen. Zu besichtigen gibt es die Burg, die aktuell in Renovation befindliche Kathedrale und lauschige Plätze und Gässchen.

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Auf dem Heimweg machen wir noch einen Kaffeehalt im kleinen Städtchen Ferragudo, gegenüber von Portimão am Ufer des Flusses Arade, der auch durch Silves fliesst. Wesentlich mehr Leute verweilen in den diversen Strassenbeizen.

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Freitag 27. Februar  Armacão de Pêra – Lagos

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Wir brechen auf zur letzten Destination an der Algarve Südküste. Der städtische Campingplatz Trindade in Lagos ist das Ziel. Die Kommentare auf den einschlägigen Websites klingen desaströs, unter jedem Hund. Wir wagen es trotzdem, die Lage mitten in der Stadt lockt, und für Toilette und Dusche sind wir selber bestens eingerichtet. Vor Ort können wir all die negativen Kritiken nicht alle nachvollziehen. Sicher in die Jahre gekommen sind die Sanitären Anlagen, der Platz jedoch liegt ruhig, hat Stromanschlüsse und grosszügige Parzellen. Kleine Erkundung des Städtchens mit Verpflegung in einem der vielen Restaurants. «Kleiner» Salatteller und zur Feier des letzten Freitags im Monat ein Nocciola-Gelati!

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Samstag 28. Februar  Ausflug Sao Cabo Vicente

Ein zügiger Westwind bläst uns auf der Fahrt zum Leuchtturm Cabo de São Vicente entgegen. Gut eingepackt steuern wir den Südwestlichsten Punkt Portugals an. Nichts spektaktuläres, aber wenn man in der Algarve ist lohnt sich ein Besuch alleweil. Fast 70m fällt die flache Küstenlandschaft senkrecht ins Meer hinab, als ob man Portugal bei der Entstehung abgestochen hätte wie ein Weihnachtsguetzli!

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In Sagres suchen wir die Wellenreiter, doch der Wind bläst die Wellen vom Ufer weg und uns fast ins Meer. Die Besichtigung der Festung lassen wir aus, nach kleiner Stärkung ziehen wir weiter.

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Noch ein kurzer Besuch in Burgau, das kleine Dörfchen mit Sandstrand liegt windgeschützt hinter der Hügellandschaft. Einige unverbesserliche Womobüsslifahrer schaffen es wirklich durch die engen Gassen bis ans Meer. Kein Wunder will uns Wohnmobilisten niemand mehr, wenn man sich überall das Recht nimmt trotz Verbot hinzufahren! Sonnenhungrige tanken Bräune, wir tanken Speis und Trank und lassen uns auch von der Sonne verwöhnen bevor wir zurück zum Camp steuern.

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Sonntag 1. März  Küstenwanderung Lagos

An unserem letzten Tag an der Algarve-Südküste wandern wir der Küste entlang und bestaunen die Felsen die entweder aus dem Wasser ragen oder dem Ufer entlang bizarre Formen aufweisen. Hunderte Meter Holzstege wurden montiert um die Sicherheit der vielen Besucher zu garantieren, trotzdem klettern einige auf schmalen Felswegen die Felsen hoch. Unser Ziel war es das Titelfoto unseres Polasteps live vor Ort zu knipsen, mit Erfolg! Vor dem Rückweg stärken wir uns mit einem kleinen Lunch in einem 5-Sterne Restaurant, die AHV musste ja letzten Monat nur für 28 Tage reichen! Morgen starten wir langsam unsere Rückkehr in die Heimat, nach über 5 Monaten freuen wir uns auf unser Zuhause irgendwann vor Ostern.

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